25 Jahre öffentliches Internet und Webseiten

Wie ich eben auf Internet World lesen konnte, wurde am 13.11.1990 die erste Website mit Links online geschaltet. Hier kann man sehen wie sie damals ausgesehen hat (Quelle: info.cern.ch):
So sah die erste Website aus, die online ging

Die Erfinder des World Wide Webs waren Tim Berners-Lee und der Informatiker Robert Cailliau. „Berners-Lee entwickelte dabei die Hypertext Markup Language (HTML) und das HTTP-Protokoll. Zudem programmierte er den ersten Webbrowser und richtete auf einem NeXTcube-Rechner auch den ersten Webserver der Welt ein.“ (Internet World – Artikel „Webseite feiert 25. Geburtstag“ )

Aus meiner Sicht: Das erfolgreichste Start-up unserer Zeit.

Das Internet hat mein Leben beeinflusst

Für mich hat die Nutzung des Internets in der Öffentlichkeit ein Berufsfeld geschaffen in dem ich mich sehr wohl fühle. Bereits Mitte der 90er Jahre stieg ich in die Materie ein. Sie fesselt mich bis heute. In dem Beruf E-Commerce-Manager werden Kreativität und logisches Denken gefordert. Und es wird nie langweilig. Vor allem seit ich mich als Beraterin selbständig gemacht habe, konnte ich viele interessante Projekte umsetzen.
Wenn Sie mehr über den Beruf E-Commerce-Manager erfahren möchten, dann lesen Sie diesen Beitrag in meinem Blog: Was macht ein E-Commerce-Manager?

Das Internet hat einen neuen erfolgreichen Wirtschaftszweig hervorgebracht

Nicht nur ich habe einen Beruf im digitalen Handel gefunden. Inzwischen gibt es zahlreiche berufliche Spezialisierungen, die es ohne dem INternet nicht gäbe: Suchmaschinen-Spezialisten, Analysten, Performance-Manager, Shop-Manager, Entwickler in neuen Programmiersprachen, SEA-Spezialisten und, und, und.
Eine Betrachtung der neuen Wirtschaftsmacht finden Sie in dem folgenden Beitrag im Blog: Die Wirtschaftsmacht E-Commerce

Die Wirtschaftsmacht E-Commerce

Wirtschaftsmacht E-CommerceNoch vor 20 Jahren erinnerten die Webseiten mehr an digitale Prospekte als an Interaktionsplattformen. Inzwischen hat der E-Commerce eine Wirtschaftsgröße erreicht, die nicht mehr zu vernachlässigen ist. Nach meiner Einschätzung gibt es keinen anderen Bereich der ein solches Wachstum zu verbuchen hatte: Unternehmen investieren regelmäßig hohe Summen in den neuen Vertriebsweg, es gibt viele Berufe rund um den E-Commerce wie es sie vorher nicht gegeben hatte, unzählige Agenturen und Startups fanden ihre Nische im Dickicht des E-Commerce.

Gleichzeitig schafft das Internet immer mehr aufgeklärte Kunden, Transparenz und Globalisierung. Für fast jedes Bedürfnis gibt es geeignete Angebote, die auch gefunden werden können. Damit rückt das Marketing und Suchmaschinenaktivitäten immer stärker in den Vordergrund.

Während bis zur Industrialisierung das Marketing in den Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielte, sorgte die Industrialisierung zu einer besseren Versorgung der Menschen mit Gütern. Erstmalig sahen sich Unternehmen längerfristig Erscheinungen der Marktsättigung und Konkurrenten ausgesetzt. In den Siebzigern Jahren kam es schließlich zu einem Umdenken: Die Unternehmensstrategie wurde immer stärker nach einer Marketingstrategie ausgerichtet.

Das Internet stärkt die Kunden

Mit dem Internet werden die Kunden stärker. Sie haben nun die Möglichkeit sich umfassend zu informieren. Die verschiedenen Anbieter liegen nur einen Klick weit entfernt. Und während bisher die Meinungen von Freunden und Verwandten eingeholt wurden, bezieht man jetzt auch die Urteile fremder Menschen mit ein. Die Markt- und Marketingforschung war noch nie so detailliert möglich

Und wie reagieren die Unternehmen? Mit dem, was dem Menschen schon seit Urzeiten vertraut ist, mit dem Sammeln. Es werden Daten gesammelt und gehortet. Die Technik macht es ja möglich. Und je mehr Daten man hat, umso dichter kommt man an den potenziellen Käufer oder Meinungsbildner und kann dessen Wissen beeinflussen. Das fordert auch Juristen und Datenschützer heraus. Hier werden Grenzen überschritten, die die Gesetze nicht kennen. Das gleiche gilt auch für die Globalisierung. Während vor dem Internet das internationale Geschäft vom B2B geprägt war, wandelt sich der internationale Markt zu einer Mikroökonomie auf B2C-Ebene.

Nach der Industrialisierung und der Erfindung des Fernsehens ist der E-Commerce für mich die größte Veränderung die die Wirtschaft erfasst. Das sind die Bereiche, in denen der E-Commerce und das E-Business maßgeblichen Einfluss haben:

Wertschöpfung

Als zusätzlicher Kanal für Kommunikation, Vertrieb, Marketing und Akquise unterstützen Online Aktivitäten jede Phase der Wertschöpfung eines Unternehmens. Und wenn zudem (oder vollständig) der Verkauf über das Web erfolgt, dann muss die gesamte Wertschöpfungskette entsprechend ausgerichtet werden.

Prozesse

Wer im Internet aktiv ist kommt nicht umhin auch seine Prozesse zu verschlanken und in großen Umfang zu automatisieren. Je einfacher die Prozesse sind, umso besser können Sie das Online-Geschäft unterstützen. In vielen Fällen bedeutet das zusätzliche Investitionen in die Technik.

Handel

Die höhere Transparenz und die 7x 24h-Verfügbarkeit machen den Online-Handel zu einem starken Konkurrenten zum stationären Handel. Vor allem auf dem Land klagt man über das sterben von Geschäften und der Vereinsamung der Innenstädte. Doch statt mit attraktiven Gegenkonzepten zu kontern versucht man die Lösung in einer stärkeren (auch internationalen) Regulierung des Online-Geschäfts. Dabei ist Flucht in das Internet auch darin begründet, dass das Angebot nicht mehr der Nachfrage entspricht. Die Strategie von Unternehmen in Metropolen Waren erster Wahl und auf dem Land Waren dritter Wahl anzubieten funktioniert nicht mehr, weil auch Kunden auf dem Land über Fernsehen (und hier maßgeblich die privaten Sender) und Internet wissen ?was angesagt ist?.

Geschlossene Gesellschaft

Extranets und Login-Bereiche öffentlicher Webseiten machen es möglich, sein Angebot auf ein gezieltes Umfeld zu begrenzen. Hinzu bietet die Internettechnologie hervorragende Möglichkeiten, unterschiedliche technische Systeme auf ein gemeinsames Frontend zu bringen. Dadurch können Informationen gebündelt, just in time und Prozess orientiert weitergegeben werden.

Social Media

Social Media ist nicht nur das Teilen von Bildern und Ratschläge auf privater Ebene. Im Personalmanagement gewinnen berufliche Netzwerke stetig an Bedeutung. Und in der Unternehmenskommunikation und im ?Business to Business? werden immer mehr Projekte zum Thema Wissensmanagement und interne Vernetzung platziert.

Werbung

Zunächst als reine Kopie der Anzeigenschaltung gestartet, nimmt die Online-Werbung immer neue Formen und Spezialisierungen an: Suchmaschinenmarketing, Social-Marketing, Affiliates, Newsletter, Coupons, Cross Media, Re-Targeting und vieles mehr. Alle diese Aktivitäten benötigen aber vor allem eins: Daten. Noch nie wurden so viele Daten über Kunden gesammelt wie in unserer Generation. Der Science Fiction Roman ?1984? von Georg Orwell ist mit etwa 30 Jahre Verspätung zur Realität geworden.

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