Erst die Vision - dann die Innovation

8. Juni 2015

Visionen erwachen wie ein SonnenaufgangHaben Sie eine Vision? Ich meine damit einen Traum, bei dem Sie unwillkürlich lächeln und Sie sich darüber freuen, wie schön es wäre, wenn dieser Traum wahr werden würde?

Steve Job war ein unerschöpflicher Visionär, wie viele andere vor ihm und auch nach ihm. Erfolgreich werden aber nur die, die mit ihren Visionen nur wenige Jahre der Allgemeinheit vorauseilen und erkennen, was die Menschheit morgen braucht. Oder hatten Sie vor zehn Jahren gewusst, dass Sie ein Smartphone oder ein Tablet brauchen?

Den zeitgenössischen Visionären wie Ray Tomlinson, Steve Jobs, Bill Gates, Jack Dorsey und Mark Zuckerberg verdanke ich die technischen Grundlagen auf denen ich heute als E-Commerce-Managerin mein Geld verdienen kann. Der tragischste Visionär ist für mich Leonardo da Vinci. Seine Erfindungen fanden keine Investoren und wurden erst 400 Jahre später neu erfunden.

Doch es müssen nicht immer große Erfindungen sein, die die Gesellschaft verändern. So können auch ungewohnte Services in der eigenen Branche die Kunden für sich gewinnen und die Wettbewerber aufhorchen lassen. Dabei müssen noch nicht einmal neue Technologien erfunden werden, oft sind die aktuellen Möglichkeiten noch gar nicht ausgeschöpft.

Meistens fehlen nach meiner Erfahrung Visionen. Ja, gut, man möchte einen neuen Online-Shop. Der alte ist in die Jahre gekommen und sieht altbacken aus. Aber ist das eine Vision? Bei mir zaubert das noch kein verträumtes Lächeln auf die Lippen.

Dann müssen wir mal die Nutzer fragen? Hand aufs Herz: Haben Sie bei solchen Umfragen schon jemals eine wirklich neue Idee erfahren? In der Regel erhält man gut gemeinte Hinweise wie “Macht es doch wie Amazon oder Google”. Hier sollte man sich eher über den betriebswirtschafltichen Nutzen solcher Umfragen Gedanken machen.

Außerdem muss die Vision aus dem Inneren kommen. Ich habe schon einige Strategiekonzepte von Agenturen gesehen - die durchaus gut waren - die aber nicht im Unternehmen gelebt wurden. Sie wurden wie eine Stafette vor sich hergetragen, aber niemand trug sie im Herzen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie wieder in der Schublade verschwinden.

Visionen sind Herzensangelegenheiten

Visionen sind an Personen geknüpft, die an dem Traum glauben und die von innen her strahlen. Und das ist das, was ein Gates, Musk oder Jobs ausmacht: Sie begeistern Menschen von ihrer Idee, weil sie selbst davon begeistert sind.

Visionen sind Emotionen! Und sie brauchen Menschen, die den Mut haben dieser Vision nachzugehen, denn nicht jeder Schritt ist von Erfolg gekrönt. Manchmal sind auch Umwege erforderlich um der Vision näher zu kommen. Für mich ist Apple hierfür ein schönes Beispiel: Nachdem man Jobs bei Apple gekündigt hatte, ging es mit Apple abwärts. Jobs selbst erklärt dies in seiner Biografie (Walter Isaacson, Steve Jobs, die Autorisierte Biografie des Apple-Gründes, 2011) damit, dass sich Apple nur noch auf Zahlen beschränkt hatte. Umsätze und Margen standen im absoluten Vordergrund. Als Jobs wieder zu Apples zurückkahm, hat er zwischenzeitlich in der Filmbranche nicht nur wertvolle zusätzliche Erfahrungen gesammelt, sondern er brachte auch die Visionen wieder zurück. Sein Ziel war es hervorragende Produkte auf den Markt zu bringen - der Umsatz stellte sich dann von alleine ein. Und noch eins: Jobs hielt nicht viel von Marktforschungen. Sie zeigen immer nur das, was schon da ist.

Auch ich habe es schon oft erlebt, dass man sich sehr lange mit Diskussionen aufhielt, die sich um das “Ist” der anderen drehten aber die eigenen Potenziale vollkommen außen vor ließen. Etwas zu wagen, was andere noch nicht gemacht haben, bedeutet im ersten Schritt den Mut zu haben, darüber auch zu sprechen.

Autor: Bettina Vier
Zu meiner Website: www.ecommerce-management.de

Weitere Links im Web zu diesem Thema:

Elon Musk, Ein Leben unter Strom, WirtschaftsWoche online: http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/elon-musk-ein-leben-unter-strom/11802724.html

Sorge um Standort Deutschland: Viele Mittelständler über 60 scheuen Innovationen, Spiegel online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kfw-alterung-im-mittelstand-bremst-investitionen-a-1025146.html

Was Nutzer nicht mögen. Gescheiterte Innovationen. Sueddeutsche.de: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kfw-alterung-im-mittelstand-bremst-investitionen-a-1025146.html

Hierauf kommt es bei Online-Werbetexte an

4. Januar 2015

Texten - Das richtige Wort zur richtigen Zeit

Das richtige Wort zur richtigen Zeit

Wir sind umgeben von Sprichwörtern und Zitaten, die daran erinnern, worauf es in der Kommunikation ankommt. Das richtige Wort zur richtigen Zeit ist nur eins davon. Es erinnert daran, sich nicht nur von den eigenen Gefühlen leiten zu lassen sondern sich auf den Gesprächspartner einzustellen. Wenn jemand den richtigen Ton findet dann ist damit nicht nur die Stimmlage gemeint. Auch jedes unausgesprochene Wort hat einen „Ton“, denn es löst Reaktionen und Gefühle in uns aus, wenn wir es lesen. Und wenn jemand Reden ist Silber, Schweigen ist Gold zitiert, dann könnte er mahnen, dass man doch lieber die Klappe hält, bevor ein falsches Wort über die Lippen kommt. Oder er weist darauf hin, dass das Gespräch langweilig ist und wenn man nichts zu sagen hat, sollte man es auch lassen.

Und genau diese Regeln (und viele mehr) gelten auch für Online-Werbetexte. Sehr stark von Googles Suchalgorithmen geprägt, wird allzu oft die eigentliche Aufgabe von Werbetexten vergessen. Grund: Die Textlänge ist wichtig für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen als auch die Wiederholung von Keywords. Aber darunter leidet die Qualität. Während die Masse an Texten es vielleicht schafft, einen Interessenten auf die Website zu locken, können viele Texte aufgrund ihrer schlechten Qualität den Interessenten nicht halten. Schlimmer noch: Sie hinterlassen ein nachhaltiges Desinteresse beim potenziellen Kunden.

Wer aber den Interessenten begeistern und von seinem Produkt oder seiner Dienstleistung überzeugen will, muss auch auf die Textqualität achten. Stellen Sie sich vor, Sie treffen Ihren Interessenten und nehmen das Gespräch auf, nachdem er Ihnen mitgeteilt hat was er sucht. Was antworten Sie ihm, damit Sie sein Interesse an Ihrem Produkt stärken? Nichts anderes muss auch Ihr Online-Werbetext erfüllen.

Bedenken Sie, dass die Online-Kunden ungeduldig sind. Wenn sie nicht sofort erkennen, dass das Produkt das richtige sein könnte, fangen sie an, auf anderen Webseiten zu suchen. „Kommen Sie daher auf den Punkt“ und präsentieren Sie ihr Produkt mit all seinen Vorteilen. Lassen Sie beim Kunden ein Bild im Kopf entstehen, das ihn zusammen mit Ihrem Produkt zeigt. Bleiben Sie bei der Wahrheit und erklären Sie das Produkt detailgetreu. Ihr beschreibender Text muss es ermöglichen, dass der Kunde das Produkt ohne Fotovorlage exakt malen kann! Gehen Sie dabei schrittweise vor.

Geben Sie durch die Struktur Ihrer Seite dem Kunden die Möglichkeit, wichtige Informationen wie Verfügbarkeit, Preis, Größe und Farbe sofort zu erkennen. Geben Sie ihm dann die Möglichkeit tiefer in die Beschreibung einzusteigen.

Wählen Sie einfache und verständliche Worte und Sätze. Wenn der Webbesucher Ihren Text liest, wertet er erst die Wörter und dann die Sätze aus. Erst danach bringt er das, was er verstanden hat, mit seinem vorhandenen Wissen zusammen. Je mehr Zeit der Leser hierfür aufbringen muss, ums so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er abbricht. Denken Sie an Euriphides: Die Sprache der Wahrheit ist einfach.

Berücksichtigen Sie auf jeden Fall den Bildungsgrad und das Umfeld ihrer Zielgruppe. Anglizismen sind nicht jedem geläufig und Trend-Wörter werden häufig nur von der Jugend verstanden. Diese Worte sollten nur eingesetzt werden, wenn Sie sich sicher sind, dass die Zielgruppe sie beherrscht. Andernfalls sollten Sie sie spärlich verwenden und so, dass es dem Leser möglich ist, sie auch ohne Vorkenntnisse zu verstehen. Fachbegriffe dagegen sind ein Muss, wenn sich Ihr Angebot an Fachleute richtet. Sie zeigen Ihre Kompetenz.

Zu dem Bild, das im Kopf Ihres Kunden entsteht, gehören Emotionen. Auch diese lassen sich – wie einige erfolgreiche Romane beweisen – durch das geschriebene Wort auslösen. Wählen Sie Adjektive und Verben anstelle von Substantiven. Sie ermöglichen nicht nur eine kurze prägnante Beschreibung, sondern lösen auch viel stärkerer Gefühle aus. So ist ein dunkelroter, samtweicher Stoff für den Kunden viel leichter nachzuempfinden als ein „Stoff wie Samt in Dunkelrot“. Ein Produkt, das man nicht nur vor sich sieht sondern auch fühlt löst ein stärkeres Verlangen aus. Aber auch hier gilt: Bleiben Sie bei der Wahrheit. Versprechen Sie bei einem Motorrad keinen „tief brummenden Sound, der im Bauch vibriert“ wenn der Motor in Wahrheit nur summt und lediglich die Finger kribbeln lässt.

Bei allem effizienten Umgang mit Worten im Online-Marketing fragen Sie sich wahrscheinlich jetzt, wie Sie mit kurzen werblichen Texten die Suchmaschine Google beeinflussen können?

Dieser scheinbare Widerspruch ist keiner. Denn Google registriert sehr wohl, ob ein Text auf das Interesse eines Lesers stößt oder nicht. So ist die Verweildauer oder der Klick auf eine Unterseite durchaus messbar und wird von der Suchmaschine als Indiz für steigendes Interesse gewertet. Zudem können Sie mit etwas Vorbereitung Ihren Werbetext präparieren. Nutzen Sie die Analysetools von Google als auch Ihr eigenes Webtracking, um herauszufinden, welche Wörter und Phrasen Ihre Kunden nutzen. Schreiben Sie diese in eine Liste und prüfen Sie, welche davon sich in einem Werbetext, in Bildbeschriftungen, in Links etc. verwenden lassen. Aber übertreiben Sie es nicht: Ausdrücke die zu häufig verwendet werden, fallen nicht nur dem Leser auf. Auch Google wertet solche Seiten als „unnatürlich“ ab.

Und spätestens jetzt wird eins klar: Das Texten von Werbetexten ist nicht nur in der Offline Welt aufwendig. Auch in der Online-Werbung spielt der Text eine wichtige Rolle. Da hilft es auch nicht, hochprofessionelle Bilder ins Netz zustellen. Wenn die Qualität des Bildes nicht mit der Qualität des Textes harmoniert, spürt das der Leser und er wertet innerlich die Seite ab. Und so möchte ich mit einem letzten Zitat von Horaz schließen: Überlege oft, was du jemandem sagst und wem du es sagst.

Autor: Bettina Vier
Zu meiner Website: www.ecommerce-management.de

Wie wird ein Online-Shop erfolgreich?

1. September 2014

Erfolgreich zu sein setzt immer die gleichen Dinge voraus: Vorbereitung, Selbstvertrauen, realistische Ziele. Schauen wir uns die Sportler an: Kaum einer startet seine Karriere mit dem Ziel bereits in der nächsten Saison die Olympiade zu gewinnen. Die Goldmedaille ist zunächst nur eine Vision. Um sie zu erreichen muss der Sportler sich vorbereiten und erst einmal kleinere Wettkämpfe gewinnen. Er muss sich Zwischenziele stecken. Dabei muss er sich stetig fordern, darf sich aber auch nicht überfordern. Überforderungen führen zu Verletzungen und Ermüdungserscheinungen, die im schlimmsten Fall dazu führen, das große Ziel nie erreichen zu können.

Verhalten Sie sich wie ein Sportler

Sie brauchen eine Vision die einen Zustand beschreibt, mit dem Sie zufrieden und glücklich sind. Aber um dies zu erreichen bedarf es verschiedener Zwischenschritte. Auch hier müssen die Zwischenschritte einen selbst herausfordern. Eine Überforderung äußert sich, wenn Funktionen unvollständig und mit Fehlern online gehen und die Kunden unzufrieden sind. Oder wenn Aktivitäten hastig in eine Richtung getrieben werden, die sich schließlich als Sackgasse herausstellen. Mit wohl überlegten Zwischenschritten hätte man sich diese Pannen und Fehlinvestitionen ersparen können.

Wie können die Zwischenschritte erkannt werden?

Ich empfehle auf jeden Fall den Shop erst einmal vollständig zu beschreiben, bevor Investitionen in Techniken vorgenommen werden. Wenn Sie bereits eine Vorstellung haben, was ein Zwischenschritt bis zur Vision sein könnte, beschreiben sie diese. Wenn Sie keine Vorstellung haben, fangen Sie an die Vision zu beschreiben. Sie werden dabei sehr schnell erkennen, was kurzfristig machbar ist und was nicht. Reduzieren Sie ihr Konzept auf diesen neuen Zwischenschritt, und stellen Sie die vorübergehend gestrichenen Funktionen auf eine „Warteliste“. Diese Warteliste gibt Ihnen bereits einen Rahmen für die permanente Weiterentwicklung Ihres Shops.

Was muss in einem Konzept alles beschrieben werden?

Im folgendem habe ich zehn Punkte aufgeführt, die in einem Konzept für einen Shop auf jeden Fall beschrieben sein müssen. Sie helfen Ihnen nicht nur Ihren Shop am Markt zu positionieren sondern auch die richtige technische Auswahl treffen zu können.

1. Positionierung des Shops am (Online-)Markt

Positonierung am MarktWerden Sie sich bewusst darüber, welches Ziel Sie mit Ihrem Shop erreichen wollen. Möchten Sie eine Online-Filiale, die die gleichen Produkte und das gleiche Preissegment abdeckt wie ihre stationäre Filiale? Oder möchten Sie den Shop dazu nutzen bevorzugt Nischenprodukte anzubieten, die im regional begrenzten stationären Handel schwierig abzusetzen sind? Berücksichtigen Sie dabei auch ihre logistischen Möglichkeiten: Ist es Ihnen möglich eine Vase sicher verpackt zu verschicken oder würde das Ihre Kostenkalkulation sprengen.
Schauen Sie sich genau an, wer sonst noch am Markt ist. Mit wem würden Sie konkurrieren? Die Konkurrenz ist im Online-Handel extrem wichtig, denn sie sitzt für den Nutzer oft nur einen Mausklick entfernt. Analysieren Sie genau welche Funktionen der Shop der Konkurrenz bietet und überlegen Sie was Sie besser oder anders machen würden. Eine genaue Beschreibung des Shops ist wichtig um das passende Design und die passende technische Landschaft zu finden. Außerdem sollte auch ein Businessplan nicht fehlen: Wie hoch schätzen Sie Ihr Kundenpotenzial und den monatlichen Umsatz ein oder umgekehrt wie viele Kunden brauchen Sie, damit Sie Gewinne einfahren können.

2. Produkte und Ihre Beschreibungen

ProduktbeschreibungSobald Sie sich entschieden haben welche Produkte sie zu welchen Konditionen online anbieten wollen, ist es notwendig zu prüfen, welche Informationen zu den Produkten bereits in welchen Systemen vorliegen. Wenn Sie online verkaufen wollen brauchen Sie auf jeden Fall folgende Informationen zu einem Produkt:
• Verkaufspreis und Mehrwertsteuerangaben
• Ausführliche Produktbeschreibungen (nicht nur weil sie von Suchmaschinen besser ausgewertet werden sondern auch, damit der Kunde eine genaue Vorstellung vom Artikel hat und weniger reklamiert), die auch die gesetzlich vorgeschriebenen Produktinformationen berücksichtigen.
• Bilder zum Artikel, die den Artikel aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen
• Die Struktur, wie Artikel bestimmten Kategorien zugeordnet werden können und wie sie letztendlich im Shop hinterlegt werden kann. Die Struktur ergibt die Menüführung im Shop.
• Produktgruppen und Variationen. Soll ein Kunde zum Beispiel alles zu einer Produktserie finden können oder soll er die Farbe auswählen können? Hier ist es wichtig eine Möglichkeit zu haben, Artikel mit unterschiedlichen Artikelnummern bündeln zu können. Idealerweise erfolgt das automatisiert und nicht durch eine manuelle Zuordnung.
• Informationen zur Verfügbarkeit des Produkts und Lieferzeiten
Während Basisinformationen wie zum Beispiel der Preis in der Regel bereits in einem Warenwirtschaftssystem vorliegen, muss die technische Basis für Bilder, Produktbeschreibungen und gegebenenfalls auch Lieferzeiten in den meisten Fällen erst aufgebaut werden. Auch die Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Quellen ist nicht immer ohne weiteres möglich und muss auf jeden Fall definiert werden. Beschreiben Sie, wo welche Daten vorliegen, gepflegt werden und an andere Systeme weitergegeben werden sollen.

3. Kundendaten

Kundendaten für die Logistik und das MarketingWenn Sie bereits einen stationären Handel haben, haben Sie sicherlich bereits eine Kundendatenbank, die auch vom Online-Shop genutzt werden soll. Beschreiben Sie welche Daten Sie von Kunden benötigen. Berücksichtigen Sie zum Beispiel auch die Telefonnummer für Rückfragen, das Alter oder auch die Trennung von Rechnungs- und Lieferadresse.
Zudem lohnt sich eine Überlegung, was den vorhandenen Stammkunden geboten werden soll. Sollen sie sich im Online-Shop neu registrieren oder möchten Sie den Kunden direkt einen Online-Account zur Verfügung stellen? Möchte Man sie vielleicht über einen Newsletter über das Online-Angebot informieren oder über eine Kundenkarte besondere Boni einräumen?
Die meisten Shopsysteme arbeiten mit einer eigenen Kundendatenbank. Hier ist es wichtig zu prüfen, welche Daten zwischen den verschiedenen Systemen ausgetauscht und aktualisiert werden sollen. Welches System ist als das führende System zu definieren?

4. Marketing im Shop

Marketingfunktionen - AktionenMarketingaktionen im Online-Shop sind fast unerlässlich. Welche Aktionen möchten Sie umsetzen können? Sind die Aktionen ausschließlich für den Online-Shop oder gelten sie auch in der stationären Filiale? Es wichtig sich vorab Gedanken zu möglichen Aktionen zu machen, da die Shops in der Regel bestimmte Funktionen standardmäßig mitliefern. So sind Prozentuale Preisnachlässe oder Aktionen wie „Kauf 2 bezahl 1“ in vielen Systemen bereits als Funktion hinterlegt. Aktionen die nicht dem Standard entsprechen müssen erst programmiert werden. Das kostet Zeit und Geld.

5. Gewünschte Endgeräte

Endgeräte - Mobile DevicesInzwischen fast nicht mehr zu vernachlässigen ist die Darstellung des Shops auf verschiedenen Endgeräten wie PC, Laptop, Smartphone oder Tablet. Hier ist nicht nur zu überlegen ob die jeweiligen Designs über eine HTML5 Version oder ein App umgesetzt werden. Es muss auch sichergestellt werden, dass die Shop-Funktionen auf allen Geräten funktionieren. Einige Softwarelösungen geben hier die Möglichkeit die Seiten “automatisch” auf alle Endgeräte anzupassen. Um jedoch eine optimale Nutzerführung zu erreichen, müssen meistens Anpassungen vorgenommen werden.

6. Bezahlverfahren

BezahlverfahrenBei den Bezahlverfahren wählt man in der Regel einen Provider der verschiedene Möglichkeiten anbietet. Dadurch lassen sich Bezahlverfahren oft über eine Standardschnittstelle des Shopsystems integrieren. Damit ist der Prozess für den Online-Kunden in der Regel verhältnismäßig einfach darzustellen. Allerdings sollte man darauf achten, wie die Daten in der eigenen Buchhaltung verarbeitet werden sollen. Wie sollen die Zahlungseingänge mit den Bestellvorgängen abgeglichen werden? Manuelle Abgleiche sind sicherlich in der Anfangsphase noch machbar, doch wenn der Kundenstrom zunimmt, wird man über eine automatische Verarbeitung nicht herumkommen.

7. National vs. International

Verkauf national oder international?Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl der Region. Wer international verkaufen möchte muss auch internationale Webseiten vorweisen. Je nach Land muss der Shop unterschiedliche Informationen und Prozesse anzeigen. Hier einige Beispiele:
• Preisinformationen (z.B. Währung, UST-Auszeichnung)
• Produktauswahl (ggf. dürfen bestimmte Produkte im Ausland nicht verkauft werden)
• Produktbeschreibung (gesetzlich vorgeschriebene Details)
• Sprache
• Geschäftsbedingungen
• Widerrufsrechte / Reklamationsrechte
• Liefer-/Transportbedingungen
• Regionale Gewohnheiten
Es sollte möglichst früh bekannt sein in welchen Ländern man verkaufen möchte, da dies die Systemauswahl bzw. die Systemarchitektur sehr stark beeinflusst. Die Umsetzung empfehle ich aber in Stufen vorzunehmen. Je schneller sie in einem Land den Verkauf starten können, umso eher können Sie Umsätze verbuchen aber auch erste Erfahrungen sammeln.

8. Kundensupport

Kundenservice steigert den VerkaufViele Webseiten scheuen sich Telefonnummern für den Support anzugeben. Aus meiner Sicht verspielt man dabei eine große Chance: Kunden, die sich die Mühe machen anzurufen sind sehr stark an einem Kauf interessiert. Darüber hinaus erfährt der Kundenberater im Gespräch mit dem Kunden, an welcher Stelle er unsicher im Online-Prozess wurde und eine Klärung suchte. Diese Informationen können wertvolle Hinweise zur Weiterentwicklung einer Website geben. Alternativ zu Telefonnummern werden auch immer öfter Livechats angeboten. Diese haben den Vorteil, dass der Inhalt anonymisiert auch als „Häufig gestellte Fragen“ im Shop hinterlegt werden kann.
Und noch einen Vorteil haben Kundenberatungen: Sie können die Retourenquote senken, da sich der Kunde intensiv mit dem Kauf des Produkts auseinandersetzt und bewusst eine Entscheidung trifft.

9. Reporting / Webanalytics

WebanalysenNatürlich wollen Sie sicherlich auch wissen wie Ihr Shop genutzt wird und welche Bereiche für den Kunden mehr oder weniger attraktiv sind. Auch hier entscheidet das „Was soll analysiert werden“ darüber, welche Tools relevant sind und ob gegebenenfalls Daten exportiert und einem Drittsystem zur Verfügung gestellt werden müssen. Daher sollte man sich auch hier schon Gedanken machen, und diese in der konzeptionellen Phase berücksichtigen.

10. Technische Architektur und Sicherheit

Das Konzept bestimmt die technische Infrastruktur.Sobald Sie alle Punkte von eins bis neuen konzeptionell beschrieben haben, startet die Analyse nach der passenden technischen Infrastruktur. Das wird meistens von einen technischen Architekten vorgenommen, der das Zusammenspiel der Systeme kennt und auch einen Blick auf die Sicherheit Ihrer Daten hat. In dieser Phase wird letztendlich entschieden, wo welche Daten liegen, wer sie pflegt und über welche Schnittstelle sie an andere Systeme weitergegeben werden. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, kann die Umsetzung starten.

Schlusswort

Sicherlich fällt es am Anfang schwer, diese umfangreiche konzeptionelle Phase auch wirklich durchzuführen. Man möchte möglichst schnell Ergebnisse sehen. Trotzdem empfehle ich immer wieder, dies nicht zu unterschätzen. Gerade in der Konzeption werden Zusammenhänge und Abhängigkeiten ersichtlich, die zu spät erkannt in der Umsetzung eine Sackgasse bedeuten können. Und die Vorarbeit bietet noch weitere Vorteile: Sie führt zu weniger Nachbesserungsrunden und damit auch zu weniger Frustration. Und je genauer die Funktionen schon beschrieben sind, umso zügiger verläuft auch die Umsetzung und damit der sichtbare Fortschritt.

Autor: Bettina Vier
Zu meiner Website: www.ecommerce-management.de

Die Wirtschaftsmacht E-Commerce

14. Juli 2014

Wirtschaftsmacht eCommerceNoch vor 20 Jahren eher als digitales Prospekt der Unternehmen gestartet, hat das Internet inzwischen eine wichtige Wirtschaftsgröße erreicht. Nach meiner Einschätzung gibt es keinen anderen Bereich der ein solches Wachstum zu verbuchen hat: Hohe Investitionen in Unternehmen, zusätzlicher Personalbedarf, unzählige Gründungen von Dienstleistungsagenturen.

Gleichzeitig schafft das Internet immer mehr aufgeklärte Kunden, Transparenz und Globalisierung. Für fast jedes Bedürfnis gibt es geeignete Angebote, die auch gefunden werden können. Damit rückt das Marketing immer stärker in den Vordergrund.

Während bis zur Industrialisierung das Marketing in den Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielte, sorgte die Industrialisierung zu einer besseren Versorgung der Menschen mit Gütern. Erstmalig sahen sich Unternehmen längerfristig Erscheinungen der Marktsättigung und Konkurrenten ausgesetzt. In den Siebzigern Jahren kam es schließlich zu einem Umdenken: Die Unternehmensstrategie wurde immer stärker nach einer Marketingstrategie ausgerichtet.

Mit dem Internet werden die Kunden stärker. Sie haben nun die Möglichkeit sich umfassend zu informieren. Die verschiedenen Anbieter liegen nur einen Klick weit entfernt. Und während bisher die Meinungen von Freunden und Verwandten eingeholt wurden, bezieht man jetzt auch die Urteile fremder Menschen mit ein. Die Markt- und Marketingforschung war noch nie so detailliert möglich

Und wie reagieren die Unternehmen? Mit dem, was dem Menschen schon seit Urzeiten vertraut ist, mit dem Sammeln. Es werden Daten gesammelt und gehortet. Die Technik macht es ja möglich. Und je mehr Daten man hat, umso dichter kommt man an den potenziellen Käufer oder Meinungsbildner und kann dessen Wissen beeinflussen. Das fordert auch Juristen und Datenschützer heraus. Hier werden Grenzen überschritten, die die Gesetze nicht kennen. Das gleiche gilt auch für die Globalisierung. Während vor dem Internet das internationale Geschäft vom B2B geprägt war, wandelt sich der internationale Markt zu einer Mikroökonomie auf B2C-Ebene.

Nach der Industrialisierung und der Erfindung des Fernsehens ist der E-Commerce für mich die größte Veränderung die die Wirtschaft erfasst. Das sind die Bereiche, in denen der E-Commerce und das E-Business maßgeblichen Einfluss haben:

Wertschöpfung
Als zusätzlicher Kanal für Kommunikation, Vertrieb, Marketing und Akquise unterstützen Online Aktivitäten jede Phase der Wertschöpfung eines Unternehmens. Und wenn zudem (oder vollständig) der Verkauf über das Web erfolgt, dann muss die gesamte Wertschöpfungskette entsprechend ausgerichtet werden.

Prozesse
Wer im Internet aktiv ist kommt nicht umhin auch seine Prozesse zu verschlanken und in großen Umfang zu automatisieren. Je einfacher die Prozesse sind, umso besser können Sie das Online-Geschäft unterstützen. In vielen Fällen bedeutet das zusätzliche Investitionen in die Technik.

Handel
Die höhere Transparenz und die 7x 24h-Verfügbarkeit machen den Online-Handel zu einem starken Konkurrenten zum stationären Handel. Vor allem auf dem Land klagt man über das sterben von Geschäften und der Vereinsamung der Innenstädte. Doch statt mit attraktiven Gegenkonzepten zu kontern versucht man die Lösung in einer stärkeren (auch internationalen) Regulierung des Online-Geschäfts. Dabei ist Flucht in das Internet auch darin begründet, dass das Angebot nicht mehr der Nachfrage entspricht. Die Strategie von Unternehmen in Metropolen Waren erster Wahl und auf dem Land Waren dritter Wahl anzubieten funktioniert nicht mehr, weil auch Kunden auf dem Land über Fernsehen (und hier maßgeblich die privaten Sender) und Internet wissen „was angesagt ist“.

Geschlossene Gesellschaft
Extranets und Login-Bereiche öffentlicher Webseiten machen es möglich, sein Angebot auf ein gezieltes Umfeld zu begrenzen. Hinzu bietet die Internettechnologie hervorragende Möglichkeiten, unterschiedliche technische Systeme auf ein gemeinsames Frontend zu bringen. Dadurch können Informationen gebündelt, just in time und Prozess orientiert weitergegeben werden.

Social Media
Social Media ist nicht nur das Teilen von Bildern und Ratschläge auf privater Ebene. Im Personalmanagement gewinnen berufliche Netzwerke stetig an Bedeutung. Und in der Unternehmenskommunikation und im „Business to Business“ werden immer mehr Projekte zum Thema Wissensmanagement und interne Vernetzung platziert.

Werbung
Zunächst als reine Kopie der Anzeigenschaltung gestartet, nimmt die Online-Werbung immer neue Formen und Spezialisierungen an: Suchmaschinenmarketing, Social-Marketing, Affiliates, Newsletter, Coupons, Cross Media, Re-Targeting und vieles mehr. Alle diese Aktivitäten benötigen aber vor allem eins: Daten. Noch nie wurden so viele Daten über Kunden gesammelt wie in unserer Generation. Der Science Fiction Roman „1984“ von Georg Orwell ist mit etwa 30 Jahre Verspätung zur Realität geworden.

Autor: Bettina Vier
Zu meiner Website: www.ecommerce-management.de

Impressumspflicht in beruflichen Netzwerken

18. Juni 2014

Wann nutzt ein Geschäftsmann das Soziale Netzwerk "privat" und wann "geschäftlich"? Wann bedarf es eines Impressums - wann nicht?

Ein Jurist hatte einen Kollegen abgemahnt, da dieser das XING-Profil beruflich nutzt und daher Impressumspflicht bestünde.

Am 6.2.2014 urteilte das Landgericht Dortmund: Es untersagte dem Rechtsanwalt sein XING-Profil ohne eines Impressums weiter zu nutzen.

Es ist daher davon auszugehen, dass nun auch andere Geschäftsleute abgemahnt werden. Selbständige sollten daher auf XING auch ihr Impressum (unter Profildaten ganz unten auf der Seite als kleiner Link zu finden) pflegen.

Die Impressumspflicht besteht auch für andere sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+.

Lesen Sie auch den Beitrag unter heise.de.

Social Media Guideline - Wie dürfen sich Mitarbeiter über Ihr Unternehmen äußern?

6. Juni 2014

Ein Gerichtsurteil vom Anfang des Jahres:
Ein Autoverkäufer bot Angebote seines Arbeitgebers in seinem privaten Facebook-Profil an. Das wurde vom Gericht als Schleichwerbung gewertet. Das Unternehmen musste zahlen, obwohl es keine Kenntnisse hiervon hatte.
(Quelle: Unbeabsichtigte Schleichwerbung auf Facebook kann teuer werden, ZEIT-ONLINE, 4. Januar 2014 12:34 Uhr)

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist Mitarbeitern Regeln für den Umgang mit Sozialen Medien und der Nennung der Firma an die Hand zu geben. Zu schnell vermischen Privat- und Berufsleben.

In den meisten Fällen steht keine böse Absicht dahinter. Engagierte Mitarbeiter laufen aus Unwissenheit in die Gesetzesfalle.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern daher eine Social Media Richtlinie in die Hand, die ihnen hilft sich in öffentlichen Communities richtig zu verhalten - insbesondere in Verbindung mit Ihrer Firma.

Eine Social Media Guideline sollte auf jeden Fall folgende acht Punkte berücksichtigen:

1. Erläuterung der Social Media-Strategie Ihres Unternehmens

Erläutern Sie ihren Mitarbeitern, wie Sie zu Social Media Aktivitäten für das Unternehmen stehen und wer hierfür zuständig ist.

Meine Empfehlung:
Verbieten Sie nicht Social Media Aktivitäten durch Mitarbeiter sondern fordern Sie sie auf, dass sie diese mit der Fachabteilung abstimmen. Stellen Sie für diesen Fall Verhaltensregeln auf. So sollten die Beiträge immer den vollen Namen des Mitarbeiters und seine Position im Unternehmen enthalten.

2. Aufklärung über Urheberrechte und Lizenzen an Bildern und Texten

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über Urheberrechte von Texten und Bildern. Wenn ein Mitarbeiter mit Ihrer Firma auftritt und Bilder verwendet, für die er nicht die Rechte hat, könnte das auf Ihr Unternehmen zurückfallen.

Umgekehrt möchten Sie sicherlich auch nicht, dass Ihre Mitarbeiter Ihre Bilder für private Postings in Facebook verwenden. Bilder aus eigenen Shootings sind nicht nur teuer, es ist auch eine Frage des Rechts. Facebook zum Beispiel hat in seinen Nutzungsbedingungen stehen, dass Facebook automatisch für jedes hochgeladene Foto die Lizenz für die kostenlose Nutzung bekommt. Das könnte ein Verstoß gegen die von Ihnen erworbenen Lizenzrechte bedeuten.

3. Vertrauliches gehört nicht ins Web

Betriebsinterna gehören nicht ins Web. Auch Inhalte die der Verschwiegenheitserklärung unterliegen, dürfen von Mitarbeitern nicht ins Web gestellt werden. In einer Social Media Guideline sollten Sie Ihre Mitarbeiter daran erinnern.

Öffentliche Communities sind auch nicht der geeignete Platz um seinem Ärger über Kunden oder Kollegen Luft zu verschaffen. Hier darf durchaus an den Respekt untereinander und die Professionalität erinnert werden.

4. Aktivitäten in beruflichen Netzwerken

Berufliche Netzwerke sind beispielsweise XING oder LinkedIn. Hier ist es üblich sich mit der Firma seines aktuellen und seiner ehemaligen Arbeitgebern zu präsentieren. Dadurch präsentiert jeder Mitarbeiter indirekt das Unternehmen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Vorlagen wie zum Beispiel der Firmennamen richtig angegeben wird. Und weisen Sie darauf hin, dass der Mitarbeiter auch seine Position korrekt angibt. Denn auch ihre Kunden und Geschäftspartner sind in XING und es könnte dann zu Missverständnissen führen.

Überlegen Sie sich auch, ob Sie es möchten, dass ein ehemaliger Mitarbeiter sich weiterhin als aktiver Mitarbeiter Ihres Unternehmens darstellt. Wenn Sie dies nicht möchten, bitten Sie ihn beim Verlassen des Unternehmens dies auch in den Netzwerken kenntlich zu machen.

Nutzen Sie die Möglichkeit eigene Unternehmensseiten in die Portale zu stellen mit denen sich Ihre Mitarbeiter verbinden können. So können Sie schneller erkennen wer sich in der Community wie darstellt. Zudem stärkt es Ihren eigenen Unternehmensauftritt.

5. Nutzung von Social Media am Arbeitplatz

Fachliche Communities werden gerne für die Arbeit genutzt, um Probleme lösen zu können oder um sich kurzfristig Wissen anzueignen. Ein Verbot Social Media am Arbeitsplatz zu nutzen wäre daher kontraproduktiv. Aber Sie können Regeln aufstellen, in dem Sie zum Beispiel nur bestimmte Foren zulassen.

6. Hilfe für Ihre Mitarbeiter

Nicht immer ist sich ein Mitarbeiter sicher, was er darf und was nicht. Geben Sie ihm die Möglichkeit nachzufragen. Richten Sie im Marketing, in der Kommunikation oder in der Personalabteilung eine Vertrauensstelle ein, wo sich Mitarbeiter Rat holen können.

Bieten Sie auch Hilfe an, wenn der Mitarbeiter Attacken gegen sich selbst im Web erfahren muss. Solche Attacken sind unter Umständen Zeichen von Missständen in Ihrer Belegschaft die dem Arbeitsklima in Ihrem Unternehmen und damit auch der Produktivität schaden. Hier ist aktives Eingreifen von Nöten.

7. Umgang mit Verstößen

Natürlich können Sie auch mit Konsequenzen drohen, wenn gegen die Vorgaben verstoßen wird. Aber überlegen Sie sich dies gut und machen Sie es von dem Risiko eines Schadens für Ihr Unternehmen abhängig. Sanktionen wirken nur wenn sie im Falle eines Falles auch wirklich durchgezogen werden. Weniger ist meistens mehr.

8. Juristische Abklärung und stetige Weiterentwicklung der Guideline

Wenn Sie eine Guideline erstellen, empfehle ich Ihnen dringend einen Juristen hinzuzuziehen, der sich mit Sozialen Netzwerken auskennt. Er kann Ihnen insbesondere bei der Ausformulierung helfen, und auf juristische Lücken hinweisen.

Da es immer schwierig ist alle Eventualitäten zu berücksichtigen und da die sozialen Netzwerke aus juristischer Sicht und aus Sicht des Datenschutzes noch nicht eindeutig geregelt sind, sollten Sie Ihre Guideline regelmäßig einer Überprüfung unterwerfen. In Zukunft wird es noch einige gerichtliche Urteile geben, die die Darstellung der Nutzerprofile und die Verwendung der Netze neu regeln. Vielleicht empfiehlt es sich daher, neben einem Datenschutzbeauftragten auch einen Social Media Beauftragten zu benennen.

Was macht ein E-Commerce Manager?

30. Oktober 2012

Nicht immer besteht Klarheit darüber was ein E-Commerce-Manager macht. Das liegt daran, dass seine Aufgaben sehr vielfältig sind und weit in die bestehende Prozesse des Unternehmens hineingreifen.

Das Online-Portal spiegelt ein ganzes Unternehmen

eCommerce Manager müssen auch den Cross Channel Gedanken leben können.Der E-Commerce Manager entwickelt eine passende Strategie für den Online-Auftritt eines Unternehmens und setzt diese um. Je nach Zielsetzung handelt es sich beim Online-Auftritt um ein Portal, das das Unternehmen repräsentiert oder um einen Shop, über den Waren oder Dienstleistungen direkt verkauft werden sollen. Oft wird aber auch eine Mischung aus beidem erwartet.

Die Aufgabe des eCommerce Managers ist es eine Strategie und das entsprechende Konzept zu entwickeln, in dem Inhalte, Funktionen und Aufgaben einer Online-Plattform beschreiben werden. Je nach Umfang des Aufgabengebiets gehören dann auch Online und Onsite-Marketingmaßnahmen dazu. Nicht nur eine spannende Website sondern auch reibungslose Abläufe sind wichtige Kriterien um Kunden zu gewinnen und zu halten.

Im Gegensatz zu Spezialisten konzentriert sich der Online Manager nicht auf ein Thema sondern behält über alle Internetaktivitäten den Überblick, um sie aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen. Hierzu gehören Aktivitäten im Bereich Suchmaschinenoptimierung und –Marketing, Webinhalte (Texter), Online-Werbung, Partnerprogramme (z.B. Affiliate) und andere Online-Services. Darüber hinaus muss er auch reibungslose Prozesse sorgen: Was passiert mit Kundendaten, wir wird die Logistik angebunden, wie der Vertrieb und der Kundendienst? Gibt es ein Call-Center das berücksichtigt werden muss oder Vertriebspartner die eigene Online-Zugänge benötigen?

Um diesen Aufgaben gerecht werden zu können, muss sich der Internet-Manager sehr gut in die Unternehmensstrukturen einarbeiten und die Prozesse in verschiedenen Bereichen verstehen. Sich ständig mit anderen Bereichen austauschen, zuhören und gemeinsame Lösungen zu finden ist eine wichtige Aufgabe des E-Commerce Managers.

Qualifiziertes Hintergrundwissen ist gefragt

Damit sich der E-Commerce Manager auf fachlicher Ebene mit den Kollegen oder Agenturen unterhalten und gezielte Fragen stellen kann, kommt er nicht umhin, sich in verschiedenen Bereichen ein Grundwissen und mitunter auch ein Expertenwissen anzueignen:

• Usability
• Design
• Funktionalität von Suchmaschinen
• Varianten der Inhaltserstellung und Informationsverarbeitung
• Technik und Datenverarbeitung
• Marketing und Vertrieb (Cross-Media-, Online-, Social-Marketing)
• Aufbau und Optimierung von Prozessen rund um ein Internetportal
• Datenschutz und Recht
• Produktion, Lagerwirtschaft, Logistik
• Zahlungsmethoden
• Webtracking und Marktforschung
• Prozessanalysen und -beschreibung

Das macht den E-Commerce-Manager zu einen Global Player, der auch abseits seiner zentralen Aufgabe wichtige Impulse für die Nutzung von Synergien oder Prozessoptimierungen geben kann. Immerhin arbeitet er überwiegend bereichsübergreifend und kann daher Ideen zusammenbringen.

Stetige Weiterentwicklung schafft die Basis für Innovationen

Wie eine Spinne im Netz zieht der Online-Manager nicht nur an verschiedenen Fäden gleichzeitig sondern bleibt auch stetig mit seiner Umwelt in Kontakt, um rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Sich selbst stetig weiter zu entwickeln und vorausschauend zu denken sind weitere wichtige Anforderungen an diesen Beruf.

Entwicklungen am Markt und im Internet müssen im Auge behalten und mit dem eigenen Online-Portal abgeglichen werden. Die Online-Aktivitäten stetig weiter zu entwickeln und zu perfektionieren ist letztendlich das Ziel.

Anforderungen an einen E-Commerce Manager

Die Vielfalt an Aufgaben und Schnittstellen in andere Bereiche stellt hohe Anforderungen an einen E-Commerce Manager:

• Kommunikations- und Führungsfähigkeit
• Verständnis für Marketing und Vertrieb
• Technisches Interesse
• Kreativität und Vorstellungsvermögen
• Vorausschauendes Denken
• Betriebswirtschaftliches und rechtliches Fingerspitzengefühl
• Organisationstalent
• Projektorientiertes Denken
• Durchsetzungskraft und Durchhaltevermögen

Fazit

Die Aufgaben eines E-Commerce-Managers wandeln sich ständig. Offen für Neues zu sein, hohe Bereitschaft zu lernen und auf Routinen zu verzichten machen einen guten Online-Manager aus. Wer genau hierin die Herausforderung sieht und sich regelmäßig fachlich und in der sozialen Kompetenz weiterentwickelt wird mit zunehmender Erfahrung nicht nur erfolgreich sein sondern auch diesen Beruf lieben.

eCommerce-Manager als Interim Manager - geht das?

17. Oktober 2012

Aber ja doch. Die enormen Entwicklungen im E-Commerce erfordern immer wieder eine Neudenken in der Online-Ausrichtung. Doch strategische Überlegungen erfordern Zeit. Längst geht es nicht mehr nur um die Frage welche Inhalte auf eine Website gestellt werden. Der E-Commerc greift tief in die Geschäftsprozesse ein: Von der Produktpräsentation über die Bestellbarkeit bis hin zu Zahllungswegen und Kundendatenbanken. Nicht zu vergessen sind Logistikfragen und nachgelagerte Kundenaquisen. Das Web ist nicht nur ein Kommunikationsmittel - es unterstützt auch den gesamten Wertschöpfungsprozess.

Um ein solches Geschäftsfeld aufzubauen, zu expandieren oder umzustrukturieren wird Expertenwissen und Erfahrung benötigt. Oft fehlt aber dieses Wissen oder ist bereits in der täglichen Arbeit fest verbunden. Doch wie kann die Kapazität mit entsprechendem Wissen aufgestockt werden ohne langfristig daran gebunden zu sein? Und wie viel Zeit geht verloren wenn ein passender Mitarbeiter gefunden werden muss?

Hier können Interim Manager wichtige Unterstützung leisten. So habe ich zum Beispiel ein Projekt übernommen in dem es zum einen galt das Unternehmen im Aufbau eines Teams zu unterstützen und gleichzeitig einen Online-Shop komplett neu aufzubauen. Von meinem Vorstellungsgespräch bis zum Start des Projkets verging gerade mal eine Woche. Und während ich schon in die Umsetzung des neuen Webauftritts eintauchte, konnte sich das Unternehmen in Ruhe einen E-Commerce-Leiter suchen. Gerade Unternehmen in ländlichen Gegenden verlieren in dieser Phase sehr viel Zeit, geeignete Mitarbeiter zu finden. Auch die Übergabe verlief schrittweise. Als der neue Leiter startete, konnte er sich um den Aufbau des Teams kümmern und ich hatte im Projekt für den Webauftritt ein wachsendes Team an der Seite das stück für Stück anfalenende Arbeiten übernehmen konnte. Bis zu dem Zeitpunkt bis es alleine den neuen Shop betreuen konnte. Gerade mal einen Monat nach meinem Ausscheiden aus dem Projekt ging der neue Shop online.

Das Unternehmen hat hierdurch sehr viel Zeit gewonnen. Überlegen Sie mal: Wie lange brauchen Sie eine passende Leitungsfunktion zu finden? Und wenn diese nicht nur ein Team aufzubauen hat sondern auch noch einen vollwertigen Shop als Online-Filiale aufbauen muss, dann sind Kapazitätsprobleme vorprogrammiert. Meine Einschätzung: der Shop wäre erst sieben bis neun Monate später online gegangen.

Doch Interim Manager haben noch weitere Vorteile zu bieten: Durch die Übernahme verschiedener Projekte sind sie geübt darin sich sehr schnell an neue Umgebungen zu gewöhnen und Aufgaben zu übernehmen. Ich selbst mag es am liebste gleich von Anfang an gefordert zu werden. Nur so gibt man mir die Möglichkeit mich schnell einzuarbeiten und zu organisieren.

Außerdem habe ich gerade im Bereich des E-Commerce immer wieder mit unterschiedlichsten Technologien und Branchen zu tun. Durch diese Kenntnisse bin ich sehr flexibel. Es gibt in beiden Fällen Gemeinsamkeiten, die ebenfalls eine schnelle Eingewöhnung ermöglichen. Unterschiede sehe ich als Herausforderung neue Ideen in die Aufgabe einzubringen, die wichtige Vorteile gegenüber der Konkurrenz bedeuten können.

Aber wie findet man den richtigen Interim Manager und wie beauftrage ich ihn? Viele meiner Kollegen haben wie ich eine eigene Website und können daher direkt angesprochen werden. Aber es gibt auch Personalagenturen, die sich auf die Vermittlung von Interim Manager spezialisiert haben, die sogenannten Provider. Sprechen Sie ihre Personalagentur an. Vielleicht hat sie bereits einen entsprechenden Tätigkeitsbereich oder steht in Kooperation mit einer spezialisierten Agentur. Ein weiterer Weg kann die Website des Verbandes sein. Auf der Seite der Dachgesellschaft des deutschen Interim Managements (www.ddim.de) können sie Adressen von Providern finden oder in den Profilen der Mitgliedern selbst nach geeignete Kandidaten suchen.

Sie haben noch Fragen zum Thema Interim Management - zum Beispiel für den Bereich eCommerce? Dann scheuen Sie sich nicht Ihre Frage hier zu posten oder mir eine Mail zu schicken. Gerne beantworte ich sie.

Was bringt Menschen dazu, Social Media zu nutzen?

30. September 2012

Und wie müssen Unternehmen hierauf reagieren?

Facebook, XING, Twitter, Google+, StudiZV, new in town, yout tube und und und. Die Liste von Communities lässt sich fast unbegrenzt fortsetzen. Doch was veranlasst Menschen, sich dermaßen öffentlich zu präsentieren und sich mit Menschen, die Sie nie gesehen haben zu vernetzen? Was ist Social Media eigentlich? Nur wer diese Hintergründe kennt, weiß auch, wie er selbst in Social Media aktiv sein muss.

Was sind Social Media und welche Wirkung geht von Ihnen aus?

Social Media oder auch Web 2.0 sind Technologien die es Webnutzern ermöglichen mediale Inhalte ins Web zu stellen und miteinander zu kommunizieren. Dabei können die Inhalte durch einzelne Personen oder gemeinsam mit anderen Usern erstellt werden.

User sind nicht mehr länger nur Konsumenten, sie sind auch Produzenten und beeinflussen die Meinungsbildung anderer Webnutzer. Firmen werden mehr als zuvor gezwungen in direkten Kontakt mit ihren Käufern und Kritikern zu treten. Aber auch Nutzer werden immer öfter Opfer öffentlicher Kritik und Verleumdung. Die Redewendung “an den Pranger stellen” - die eine mittelalterliche Bestrafung darstellt - hat Rennaissance mit ganz neuen Dimensionen.

Damit stellt sich auch die Frage, wie es zu diesen Entwicklungen kommt?

Unabhängigkeit von Raum und Zeit

Emotionen können direkt über das Web entladen oder aufgebauscht werden. Anscheinend gibt es sie nicht mehr, die Nacht, die man überschlafen sollte, um mit Abstand die Situation zu beurteilen und sein Handeln zu bestimmen. Direkt und mit wenigen Clicks lassen sich kurzfristig Gleichgesinnte finden. Das stärkte das eigene Gefühl und motiviert auch andere ihre Gedanken und Gefühle öffentlich zu machen - ob man sich kennt spielt kaum noch eine Rolle. Auch die Möglichkeit sich zu beteiligen steht unabhängig von Raum und Zeit zur Verfügung.

Das Urbedürfnis sich mit anderen auszutauschen

Die Sprache: Wurde sie nicht entwickelt um sich mit anderne Lebewesen der gleichen Gattung präzise auszutauschen? Ist sie nicht mitverantwortlich dafür, dass unsere Kulturen erst entstehen konnten? Die Sprache ermöglicht es sich zu verständigen und Wissen weiterzugeben.

Sich mitzuteilen - nicht mehr und nicht weniger - will jeder. Wer sieht es nicht gerne, wenn etwas von ihm in der Zeitung steht, sei es, weil er mit seinem Ehrenamt in den Mittelpunkt gerückt ist, sei es weil ihm eine tolle Geschäftsidee geglückt ist. Aber nicht jeder fällt auf oder wird angehört.

Im Web 2.0 hat es nun jeder selbst in der Hand über sich oder über andere zu schreiben. Jeder kann in Communities oder als Laie journalistische Beträge verfassen. Und so wird nicht nur geschrieben was das Zeug hält. Auch Videos oder Bildokumentatinen finden ihre Veröffentlichung im Web.

Darüber hinaus kann man sich auch als cool und schlagfertig darstellen. Doch so mancher, würde im Nachhinein das geschriebenen gerne wieder rückgängig machen wollen. Wie viele? Das wäre sicherlich mal interessant zu untersuchen.

Das Bedürfnis Kontakte zu finden und dazu zu gehören

Kaum einer weiß noch, wie es mit Social Media angefangen hat. Es waren die Chats und Foren, die zunächst nur eine zeitverzögerte Kommunikation erlaubten. Doch der Mensch will direkt kommunizieren. Und die Techniker fanden die Lösung: Live-Chats. Plötzlich war es möglich unter dem Deckmantel eines Synonyms mit wildfremden Menschen zu chatten. Es entstanden Fachforen aber auch Kontaktbörsen. Der Wunsch, Gleichgesinnte zu finden und dazu zu gehören ist ein Ur-Bedürfnis des Menschen. Wer mit seinem Äußeren unzufrieden ist, kann im Internet seine Wortgewandtheit spielen lassen.

Wirtschaftliche Zielsetzungen

Networking ist das Schlagwort, seit es LinkedIN, XING, Facebook und Co. gibt. Damit wird im Grunde nur eine Sache etwas freundlich umschrieben: Gesucht werden Kontakte, die einem einen (wirtschaftlichen, privaten, emotionalen) Vorteil bringen können:

früher oder später
direkt als “Freund”/Kunde oder als Türöffner zu “Freunden”/Kunden
als Informant oder als Multiplikator

Meistens wird dabei vergessen, dass Networking nicht bedeutet, bei jemanden in der Kontaktliste zu stehen. Bei vielen habe ich den Eindruck, dass sie das glauben. Mit an Haaren herbeigezogenen Argumenten werden fremde Menschen angesprochen. Nein, so funktioniert es nicht. Trotz aller Technik müssen auch hier Beziehungen aufgebaut werden. Nur wenn der andere sich einem auf irgendeine Weise verbunden fühlt, wird das Netzwerke auch Früchte tragen.

Zudem gibt es auch Online-Gemeinschaften die ganz konkrete gemeinsame Ziele verfolgen: Clubs, um günstig an limitierte Markenware zu kommen; Kaufgemeinschaften, um günstige Mengenrabatte auszuhandeln. Auch hier treffen sich die Menschen nur, weil sie ein gemeinsames Ziel haben. Viele würden sich einfach auf der Straße begegnet wahrscheinlich noch nicht einmal anschauen.

Fazit

Sicherlich lässt sich die Reihe der Gründe, warum Menschen Social Media nutzen noch fortsetzen und viel detaillierter betrachten. Doch allein diese Beispiele machen deutlich, wie Social Media zu verstehen ist - insbesondere wenn Unternehmen dieses Kommunikationsinstrument nutzen wollen: Sie müssen verstehen, welches Bedürfnis den Kunden dazu gebracht hat öffentlich im Web seine Meinung zu sagen - sei es positiv oder negativ.

Und nur wenn es dem Unternehmen gelingt hier das Bedürfnis zu befriedigen oder in seinem Sinne umzukehren, wird Social Media auch als wirksamens Werbeinstrument nutzen können. Aber das zeigt noch eins: Um angemessen reagieren zu können, bedarf es Menschenkenntnisse und psychologischen Spürsinn. Hier sind Schulungen absolut notwendig. Wie in einem professionellen und qualitativ hochwertigen Call Center müssen die Mitarbeiter wissen wie sie insbesondere in schwierigen Situationen zu reagieren haben.

Videos wecken die Lust am Betrachten

30. September 2012

… aber nur bei richtiger Einbindung kann dies den Verkauf fördern

Die Videoproduktion für Webseiten ist voll im Gange. Spätestens seit Youtube wurden die bewegten Bilder auch für die eigene Homepage entdeckt. Und das hat seine Gründe: Videos ziehen den User magisch an. Warum ist das so?

  • Bewegte Bilder ermöglichen das heimliche und genaue Betrachten.
  • Durch die Kombination mit Musik und Dramaturgie vermitteln Video stärkere Emotionen als Bilder.
  • Videos anzuschauen ist weniger anstrengend als Texte zu lesen.
  • Vor allem komplexe Zusammenhänge lassen sich in der Kombination von Ton und Bild “anschaulich” darstellen.

Damit Videos jedoch beim Kunden ankommen, müssen sie wirkungsvoll produziert und in Szene gesetzt werden. Diese Punkte sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden:

  • Zielsetzung des Videos
  • Videos müssen überzeugen
  • Checkliste für den Video-Dreh
  • Videos prominent platzieren
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Kommentare in Xing


Welche Zielsetzung verfolgen Sie mit dem Video?

Je nachdem welches Ziel mit dem Video erreicht werden soll, hat das Video unterschiedliche Inhalte: Möchte man die Conversion Rate verbessern, wird man ein Produktvideo wählen, das ergänzend zur Textbeschreibung zum Beispiel die Handhabung des Produkts darstellt. Ist das Ziel Kunden an die Plattform zu binden, dann kann dies mit Videos gelingen, die die Neuerungen eines Produktes zeigen oder Hintergrundinformationen liefern, wie zum Beispiel Informationen zum Anbau von Bio-Gemüse.

Videos müssen überzeugen

Die Praxis hat gezeigt, dass hoch professionelle Clips weniger erfolgreich sind als semiprofessionell produzierte Videos. Der Grund liegt ganz nahe: Hoch professionelle Videos wirken unnatürlich und daher weniger glaubhaft. Folglich kann ein Händler, der selbst vor die Kamera tritt besser punkten als ein Schauspieler, vorausgesetzt er strahlt Kompetenz und eigene Begeisterung aus.

Vorsicht Gradwanderung: Ein peinlicher Auftritt erzeugt unter Umständen viele Klicks, aber fördert nicht die Verkaufszahlen!

Checkliste für Ihren Video-Dreh

    Attraktives Standbild (Thumbnail): Wählen Sie ein Standbild, das dem User sofort zeigt um was es geht. Hier zählt der erste Eindruck. Testen Sie selbst welche Videos sie auf Youtube bevorzugen, wenn die Überschriften nahezu das gleiche versprechen.
    Schnell auf den Punkt kommen: 10% der User brechen nach 10 Sekunden Spieldauer ab. Ein 5minütiges Video schauen sich nur 10% der User bis zum Ende an.
    Professionelles Intro: Das Intro ist vergleichbar mit der Ankündigung eines Bühnenauftritts. Nur wenn hier Spannung aufgebaut wird, wird der User dran bleiben.
    Professionelle Tonspur: Eine schlechte Tonqualität nimmt den Spaß am Zuhören. Sie muss daher dem gängigen Standard entsprechen.
    Logo oder Webadresse als Untertitel einblenden: Diese Informationen zeigen dem User von wem das Video kommt, wenn dieses nicht auf der eigenen Homepage hinterlegt ist. Mit der Webadresse weiß der Kunde zudem, wo er das Produkt erwerben und gegebenenfalls weitere Informationen finden kann.
    Call-to-action-Elemente einblenden: Botschaften wie „heute ohne Versandkosten“, oder „Seminarstart am 1.1.“ fordern den Kunden auf aktiv zu werden. Wenn er jetzt nicht handelt verpasst er eine Chance. Mit Hilfe von Flash oder HTML5 kann sogar direkt ein Formular eingebunden werden. Der Kunde kann also an Ort und Stelle und unabhängig von der Website aktiv werden, zum Beispiel um einen Katalog anzufordern.

Videos prominent platzieren

Ein gutes Video nutzt nur dann etwas, wenn der Kunde es auch sieht. Das bedeutet, das Video muss ihm als solches erkenntlich (ein Link, der nicht auffällt, wird auch nicht angeklickt) und es sollte im Verkaufsprozess der Plattform integriert sein:

  • In Suchergebnislisten mit Thumbnail
  • Auf der Startseite im oberen Bereich
  • Auf der Produktseite nahe dem „Kaufen“-Button
  • Das Video direkt in die Seite platzieren, nicht als Pop-up.
  • Den Player in der Standardversion ohne Schnickschnack einstellen. Alles andere lenkt den Kunden ab.

Suchmaschinenoptimierung

Damt die Universal Search von Google Videos in der Suchergebnisliste anzeigt, muss folgendes beachtet werden:

  • Mit dem Video muss eine Thumbnail zur Verfügung gestellt werden. Wenn keine Thumbnail vorhanden ist, sucht sich Google ein beliebiges Bild aus dem Video.
  • Damit der Klick in Google auf die eigene Website führt, muss das Video auch mit einer URL der eigenen Website verlinkt sein. Liegt das Video aber in Youtube, weil man es hierüber auf seine Website eingebunden hat, dann verlinkt Google auf Youtube.
  • Wie ein Video in der Google-Liste beschrieben wird, kann über eine Video- Sitemap beeinflusst werden. Eine solche Sitemap enthält zum Beispiel Titel, Beschreibung, Spieldauer. Hier sind auch Links zum Video und zum Thumbnail hinterlegt. Damit das Video bei Google gut platziert wird muss es unter anderem suchmaschinenrelevante Keywords und Phrasen beinhalten.
  • Das Video direkt in die Produktseite einbinden. Dann wird es durch den Content der Seite aufgewertet.

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